Klimafolgen-anpassung

Der 5. Sachstandbericht des IPCC hebt die dringende Notwendigkeit hervor, dass sich Gesellschaften an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen, um die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Dabei ist die Bedrohung in gering entwickelten Ländern in der Regel wesentlich größer als in den Industrieländern. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich auch in Deutschland das Klima verändern wird, mit zunehmenden Extremwetterereignissen, längerer Trockenheit, Hitzeperioden und Überflutungen.

Die Bundesregierung hat 2008 die "Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel" beschlossen und 2011 um den mit den Ländern abgestimmten "Aktionsplan Anpassung" erweitert. Parallel hierzu haben die meisten Bundesländer regionale Anpassungsstrategien entwickelt.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, die Strategien und Prozesse einer nachhaltigen Entwicklung auf verschiedenen Politikebenen klimarobust zu gestalten, beispielsweise bei der Energiewende und auch beim nachhaltigen Stadtumbau. Dafür sollten in den bestehenden Verfahren des "Climate Proofing" zukünftig auch Resilienz-Kriterien wie Robustheit, Redundanz und Flexibilität berücksichtigt werden. Es fehlt zudem an neuen Standards und Normen sowie an ausreichenden Kapazitäten, z. B. im Bereich der Städte und Gemeinden und bei der Infrastrukturplanung.

Grüner Blickfang: Rund 900 Bäume wachsen auf Balkonen zweier Mailänder Hochhäuser. Die Natur hilft dabei, die Folgen des Klimawandels aufzufangen und beziehen die Städte mit ein. © Bosco Verticale von Kent Wang, https://www.flickr.com/photos/kentwang/21872307523 (CC BY-SA 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/)

In seinen Forschungsprojekten zur Klimafolgenanpassung führt das Wuppertal Institut verschiedene Diskussionsstränge und Disziplinen zusammen. Untersucht werden in der Regel technische Infrastrukturen und städtische Entwicklungen unter Berücksichtigung ihrer Schnittstellen und ihrer sozialen Einbettung und Gestaltung. Im Rahmen einer strategischen Politikberatung unterstützt das Institut öffentliche und private Institutionen bei der Entwicklung integrierter Ansätze zur Klimafolgenanpassung. Konzeptionell erfordert dies die Anwendung eines breiten Spektrums von Forschungsmethoden, wie z. B. Leitbildentwicklung, beteiligungsorientierte Verfahren und multikriterielle Bewertungen; nähere Informationen finden Sie im Papier: Methoden im Bereich der Klimafolgenanpassung

Projekte

Hier finden Sie Forschungsaktivitäten im Bereich Klimafolgenanpassung.

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