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Was ist MIPS?

Auf dem UNCED-Gipfel 1992 in Rio einigten sich die Staaten der Erde, dass alle gegenwärtig lebenden Menschen die Chance erhalten sollen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne dabei zukünftigen Generationen ihre Lebenschancen zu nehmen (z.B. durch Umweltzerstörung). Das ist die Grundidee einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Entwicklung (engl.: sustainable development).

Zukunftsfähige Entwicklung ist mehr als Umweltverträglichkeit. Soziale und ökonomische Verträglichkeit müssen ebenso berücksichtigt werden wie die Verteilungsgerechtigkeit zwischen Nord und Süd. Heute verbrauchen 20% der Weltbevölkerung in den Industrieländern 80% aller Ressourcen. Um jedem Menschen das Recht auf intakte Umwelt einzuräumen und die Natur dabei insgesamt zu entlasten, ist eine drastische Erhöhung der Ressourcenproduktivität notwendig. Wir müssen also versuchen, unseren Wohlstand effizienter, d.h. mit weniger Naturverbrauch zu erreichen ("Dematerialisierung" des Wohlstands).

Das am Wuppertal Institut entwickelte MIPS-Konzept (Material-Intensität pro Serviceeinheit) zeigt unterschiedliche Möglichkeiten auf, an denen diese Dematerialisierung ansetzen könnte:
- Senkung des Naturverbrauchs von der Rohstoffentnahme über Produktion und Gebrauch bis zur Entsorgung eines Produkts (z.B. durch intelligente Auswahl von Rohstoffen, durch ressourcenschonende Produktion etc.)
- Erhöhung der Serviceleistung von Produkten (z.B. durch Langlebigkeit von Produkten, Mehrfachnutzung, Reparierbarkeit etc.).

Link zu MIPS-Online (Grundlagen des Konzeptes)

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