Wuppertal Institut
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Sozialwissenschaftlich-pädagogische Begleitung

Verantwortlich:
Dr. Michael Kalff
Beratung:
Dr. Oskar Brilling (Umweltakademie Nordthüringen)

Aufgaben der sozialwissenschaftlich-pädagogischen Begleitung im Projekt sind:

  • Pädagogische Beratung bei der Erstellung der einzelnen Projektbausteine
  • "Pädagogische Qualitätssicherung" - MIPS FÜR KIDS soll bereits vorliegende Praxiserfahrungen umweltpädagogischer Konzeptionen sowie Anregungen aus der aktuellen Debatte um education for sustainability aufnehmen
  • Evaluierung der Testläufe und Unterstützung zur Weiterentwicklung der Bausteine
  • Projektkoordination

Im April 1998 wurde an der Akademie Remscheid ein Wochenend-Workshop mit Pädagogen aus unterschiedlichen Praxisfeldern durchgeführt, um das MIPS-Konzept vorzustellen und um Möglichkeiten der pädagogischen Umsetzung mit den Praktikern auszuloten. Außerdem wurde hier schon das projektinterne Gespräch um den aktuellen Stand der Umweltbildung und die Verortung des Projekts darin begonnen.

Anfang Mai 1998 fand ein ganztägiger projektinterner pädagogischer Workshop am Wuppertal Institut statt, um die ProjektmitarbeiterInnen in den aktuellen Stand der Umweltbildung, insbesondere in die Debatte um zukunftsfähige Bildung einzuführen. Dabei konnten einerseits wertvolle Anregungen für MIPS FüR KIDS aus den verschiedenen pädagogischen Konzeptionen aufgenommen werden, andererseits war das Projekt aber auch gegenüber bestimmten pädagogischen Vorstellungen abzugrenzen. Es gelang, den besonderen pädagogischen Ansatz von MIPS FüR KIDS im Rahmen der Sustainability-Idee in ersten Umrissen zu formulieren.

Im Juni machte ein weiterer pädagogischer Workshop die ProjektmitarbeiterInnen mit dem Konzept von Earth Education vertraut, um praktische Anregungen für die Bausteine aus diesem professionell umgesetzten, integrativen Ansatz für Umweltbildung zu gewinnen.

Umweltpädagogischer Ansatz

MIPS ist besonders geeignet, die Beziehungen zwischen Ökosphäre und Technosphäre sowie den Naturverbrauch durch Konsum zu vermitteln. MIPS FÜR KIDS öffnet erstmals in der Umweltbildung eine realistische Perspektive zur Versöhnung von Bedürfnissen und Naturverbrauch, nämlich die Idee von Wohlstand innerhalb"ökologischer Leitplanken". Trotz drastischer Senkung des Naturverbrauchs ist es möglich, Bedürfnisse zu befriedigen, wenn Strategien zur Dematerialisierung umgesetzt werden. MIPS FÜR KIDS zeigt solche Strategien, wie sie für Kinder in ihrer Lebenswelt (z.B. als Konsumenten) von Bedeutung sind. Dabei sollen nicht vorformulierte Lösungen nachvollzogen, sondern Kreativität und Begeisterungsfähigkeit der Kinder angesprochen werden.

Das Konzept enthält sowohl einen ethischen Rückbezug auf die Idee der Gerechtigkeit, wie sie dem Leitbild zukunftsfähiger Entwicklung zugrundeliegt, als auch die Herausstellung individueller Vorteile MIPS-freundlichen Verhaltens.

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