Das Wuppertal Institut verfügt seit 2005 über ein systematisches Programm zur Förderung von Dissertationen. Damit will es zusammen mit den kooperierenden nationalen und internationalen Universitäten zum Beispiel in Aachen, Berlin, Bochum, Bonn, Bremen, Cambridge, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Duisburg-Essen, Flensburg, Greifswald, Jena, Kassel, Köln, Leipzig, London, Lüneburg, München, Münster, Newhampshire, Oldenburg, Osnabrück, dem Saarland und Wuppertal seine akademische Verankerung über die wissenschaftliche Nachwuchsförderung in den Dissertationsprojekten verbessern und die disziplinäre Fundierung seiner transdisziplinären wissenschaftlichen Arbeit stärken. An den kooperierenden Universitäten werden die Arbeiten von den jeweiligen Hochschullehrer(inne)n betreut und die Promotionsverfahren durchgeführt.
Am Wuppertal Institut werden die Dissertationen zu ausgewählten Themen der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung im Arbeitszusammenhang der Forschungsgruppen und Querprojekte erarbeitet und von erfahrenen Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern des Instituts individuell betreut. Wenn sich geeignete Möglichkeiten anbieten, werden die Dissertationsprojekte in Verbindung mit aktuellen Drittmittelprojekten des Instituts entwickelt.
Darüber hinaus hat das Wuppertal Institut Dissertationskolloquien eingerichtet, in denen regelmäßig Zwischenergebnisse und Arbeitsprobleme der laufenden Dissertationsvorhaben diskutiert werden:
- das Dissertationskolloquium "Zukunftsfähige Energieversorgung" unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Fischedick
- das Dissertationskolloquium "Methoden der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung" unter der Leitung von Prof. Dr. Oscar Reutter
- das Dissertationskolloquium "Zukunftsfähige Stadtentwicklung" unter der Leitung von Prof. Dr. Oscar Reutter
Das Wuppertal Institut bietet damit für Doktorand(inn)en die Integration in einen interessanten interdisziplinären Arbeitszusammenhang mit den Wissenschaftler(inne)n des Instituts sowie eine systematische Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Dissertationen am Wuppertal Institut werden teilweise von den Doktorandinnen/Doktoranden selbst finanziert, teilweise durch Projektmittel des Instituts unterstützt und teilweise aus extern eingeworbenen Promotionsstipendien gefördert. Dazu kooperiert das Wuppertal Institut mit Stiftungen, die sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zur Aufgabe gemacht haben.
Folgende Institutionen haben über Stipendien Dissertationsprojekte gefördert, die am Wuppertal Institut durchgeführt werden oder wurden:
- Vera und Georg Spahn-Stiftung
- Stemmler-Stiftung
- Heinrich-Böll-Stiftung
- Friedrich-Ebert-Stiftung
- Hans-Böckler-Stiftung
- Deutsche Bundesstiftung Umwelt
- Deutsche Akademische Austausch Dienst
- Bergische Universität Wuppertal
- Vereinigung der Freunde des Wuppertal Instituts
- Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH
- Studienstiftung des deutschen Volkes
- Reiner Lemoine Stiftung
Zur Aufnahme in das Dissertationsprogramm des Wuppertal Instituts sind für das geplante Dissertationsprojekt drei Voraussetzungen erforderlich:
1. Das Thema muss zum Forschungskonzept des Institutes und zu einem Arbeitsschwerpunkt der Forschungsgruppen passen.
2. Ein Professor/eine Professorin von einer Universität muss bereit sein, die Arbeit zu betreuen und das universitäre Promotionsverfahren durchzuführen; das Wuppertal Institut hat als außeruniversitäres Forschungsinstitut kein eigenes Promotionsrecht, sondern arbeitet dazu mit verschiedenen Universitäten zusammen.
3. Eine externe Finanzierung, z. B. über ein Stipendium, muss die Bearbeitung ermöglichen; das Wuppertal Institut stellt die Inftrastruktur und die Betreuung breit, verfügt selbst aber nicht über eigene Finanzmittel für Promovierende (Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden), sondern arbeitet dazu mit Stiftungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammen.
Sie sind interessiert an einer Aufnahme in das WI-Dissertationsprogramm?
Dann bitten wir Sie, zunächst auf maximal einer Seite Ihre Idee für Ihr Dissertationsprojekt zu skizzieren und zusammen mit Ihrem Lebenslauf an das Wuppertal Institut (Ansprechpartner: Prof. Dr. Oscar Reutter) zu schicken. Wir prüfen anhand Ihrer Unterlagen die Anschlussfähigkeit Ihrer Idee an unsere laufende Forschungsarbeit. Wenn Ihr Dissertationsvorhaben bei uns auf Interesse stößt, beraten wir Sie gerne bei der Suche einer passenden Universität und bei Ihrer Bewerbung um ein Förderstipendium.
Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.
Erfolgreich abgeschlossene akademische Qualifizierungsverfahren (04/2004 - 11/2010)
Promotionsverfahren
- Matthias Kölbel im April 2004 an der Universität Bielefeld. Dissertation: "Wissensmanagement in der Wissenschaft - Das deutsche Wissenschaftssystem und sein Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen".
- Philipp Schepelmann, Forschungsgruppe "Stoffströme und Ressourcenmanagement" im Mai 2005 an der Technischen Universität Berlin. Dissertation: "Integration von Umwelt- und Ressourcenschutz in die EU-Regionalpolitik am Beispiel der Ziel-II-Regionen in NRW".
- Bettina Wittneben, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik", im Juli 2005 an der University of Cambridge. Dissertation: "Institutional change in the transfer of climate-friendly technology".
- Christian Jungbluth, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen", im Mai 2006 an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Dissertation: "Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen in Wohngebäuden im zukünftigen Energiesystem".
- Stefan Thomas, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im Juni 2006 an der Freien Universität Berlin. Dissertation: "Aktivitäten der Energiewirtschaft zur Förderung der Energieeffizienz auf der Nachfrageseite in liberalisierten Strom- und Gasmärkten europäischer Saaten: Kriteriengestützter Vergleich der politischen Rahmenbedingungen".
- Michael Kopatz, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im Juli 2006 an der Universität Oldenburg. Dissertation: "Nachhaltigkeit und Verwaltungsmodernisierung. Eine theoretische und empirische Analyse am Beispiel nordrhein-westfälischer Kommunalverwaltungen".
- Anand Shukla, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen" im Januar 2007 an der Universität Osnabrück. Dissertation: "Study of technological, economical and social aspects to energise off-grid regions through distributed generation in developing countries".
- Andrea Estrada, Forschungsgruppe "Stoffströme und Ressourcenmanagement" im März 2007 an der Technischen Universität Dresden. Dissertation: "Resource efficiency strategies for developing countries: An analysis based on South America and its mining industry".
- Lena Partzsch im April 2007 an der Freien Universität Berlin. Dissertation: "Global Governance in Partnerschaft : die EU-Initiative 'Water for Life'".
- Nikolaus Supersberger, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen" im Juli 2007 an der Universität Osnabrück. Dissertation: "Szenarien eines diversifizizierten Energieangebots in OPEC-Staaten am Beispiel Irans - Strategien eines auf klimaschonenenden Energieträgern basierenden Umstiegs".
- Vanessa Grimm, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen" im Juli 2007 an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation: "Einbindung von Speichern für erneuerbare Energien in die Kraftwerkseinsatzplanung: Einfluss auf die Strompreise der Spitzenlast".
- Stefan Lechtenböhmer, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen" im Juni 2008 an der Universität Flensburg. Dissertation: "Zur Qualität nationaler Energie- und Emissionsprojektionen".
- Susanne Böhler, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im Juli 2008 an der Universität Dortmund. Dissertation: "Mobilitätsdienstleistungen als Baustein einer nachhaltigen Verkehrsplanung".
- Monika Dittrich, Forschungsgruppe "Stoffströme und Ressourcenmanagement" im Februar 2009 an der Universität Köln. Dissertation: "Ökologische Indikatoren des internationalen Handels - Vergleich und Deutungen physischer Handelsberechnungen".
- Julia Schultz, Büro Berlin, im März 2009 an der Universität Greifswald. Dissertation: "Umwelt und Gerechtigkeit in Deutschland - ein Beitrag zu einer Systematisierung und ethischen Fundierung".
- Reinhild Bode, im April 2009 an der Humboldt-Universität Berlin. Dissertation: "Armut lindern durch Gourmetkaffee? Upgrading von Kleinbauern in Gourmetkaffeemärkte am Beispiel von Kolumbien und Ekuador".
- Daniel Vallentin, Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen" im Juni 2009 an der Freien Universität Berlin. Dissertation: "Coal-to-Liquids (CtL): Driving Forces and Barriers - Synergies and Conflicts from an Energy and Climate Policy Perspective".
- Rie Watanabe, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im Oktober 2009 an der Freien Universität Berlin. Dissertation: "A Comparative Analysis on Climate Policy Development Process between Germany and Japan based on the ACF".
- Justus von Geibler, Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren" im Februar 2010 an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation: Wirkungen und Erfolgsfaktoren nicht-staatlicher Steuerung in globalen Wertschöpfungsketten: Nachhaltigkeitsstandards als Steuerungsmodell im internationalen Biomassehandel".
- Ulrike Tolkmitt, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im Juni 2010 an der Leuphana Universität Lüneburg. Dissertation: "Instrumente zur aktiven Verbreitung umweltbezogener Informationen".
- Mark Starmanns, im Juli 2010 an der Universität Köln. Dissertation: "The grand illusion? Corporate social responsibility in global garment production networks".
- Clara Padro Martinez, Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" im September 2010 an der Bergischen Universität Wuppertal. Dissertation: " Analysis of energy efficiency development at different aggregation levels in the manufacturing industries (Germany and Colombia as case studies)".
- Mathias Onischka, Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren" im November 2010 an der Universität Leipzig. Dissertation: "Umwelt- und Ressourcenschutz als Kriterium in der öffentlichen Verwaltung".
Habilitationsverfahren
- Dr. habil. Stefan Bringezu (Forschungsgruppe "Stoffströme und Ressourcenmanagement"); Habilitationsschrift "Stoffflussanalysen für eine nachhaltige Raumentwicklung. Instrumente zur Erfassung und Bewertung der intra- und transregionalen Ressourcennutzung". Habilitation im Juni 1999 im Fachbereich Umwelt und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin.
- Prof. Dr. Raimund Bleischwitz (Forschungsgruppe "Stoffströme und Ressourcenmanagement"); Habilitationsschrift: "Gemeinschaftsgüter durch Wissen generierende Institutionen - Ein evolutorischer Ansatz für die Wirtschaftspolitik". Habilitation im Fach Volkswirtschaftslehre im Mai 2005 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel.
- PD Dr. Uta von Winterfeld (Forschungsgruppe "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen"); Habilitationsschrift: "Naturpatriarchen - Geburt und Dilemma der Naturbeherrschung bei geistigen Vätern der Neuzeit". Habilitation im Fach Politikwissenschaften im Februar 2006 am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin.
- PD Dr. Kora Kristof (Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren"); Habilitationsschrift: "Models of Change: Einführung und Verbreitung sozialer Innovationen und gesellschaftlicher Veränderungen in transdisziplinärer Perspektive". Habilitation 2010 an der Universität Flensburg.