04.11.2009
Der Gang der Klimaforschung: Von empirischer Naturforschung zu einer moralischen Wissenschaft
Vortrag von Prof. Dr. Stefan Emeis in der Ringvorlesung "Herausforderung Klima"
Die Klimaforschung hat in den letzten 200 Jahren einen starken Wandel erlebt. Sie ging erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Klimatologie aus der empirischen Naturforschung hervor. Den Höhepunkt ihrer klassischen deskriptiven Phase erreichte sie in den 30er Jahren des 20.
Jahrhunderts mit der Vorlage detaillierter Beschreibungen der Klimazonen der Erde (Köppen/Geiger), deren Verteilung auf der Erde zum damaligen Zeitpunkt nur auf äußere Einflüsse zurückgeführt wurde. Mit den aufkommenden computergestützten Simulationstechniken wandelte sich die Klimatologie nach der Mitte des 20. Jahrhunderts in die Klimaforschung, die unter anderem anfing, zukünftige Entwicklungen abzuschätzen. Ende des 20. Jahrhunderts begann die Erkenntnis zu reifen, dass der Mensch das irdische Klima verändert und die Klimaforschung entwickelte sich, auch aufgrund von Anforderungen aus dem politischen Raum, zur Erdsystemforschung weiter, die die zur derzeitigen globalen Klimaänderung führenden menschlichen Einflüsse analysiert und Handlungsanweisungen erarbeitet.
Prof. Dr. Stefan Emeis ist Meteorologe und arbeitet seit mehr als 30 Jahren auf diesem Gebiet. Er ist seit 1995 in dem in Garmisch-Partenkirchen gelegenen Teil des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beschäftigt.
Die Vorlesung findet statt um 18.00 Uhr im Hörsaal HS 05 (G.10.07) der Bergischen Universität Wuppertal.
Die Ringvorlesung "Herausforderung Klima - Natur- und Wissenschaftsforschung im Handlungsdruck" ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT), Bergische Universität Wuppertal und Wuppertal Institut.
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Herausforderung Klima: Natur- und Wissenschaftsforschung im Handlungsdruck
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