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Thema "gerechtigkeit & wohlstandsstile"

Leitfrage: Was bedeutet ökologische Gerechtigkeit im inter- bzw. transnationalen Maßstab?

Globalisierung wäre zukunftsfähig, wenn sie die Menschen und ihre Gesellschaften besser in die Lage versetzt, die Endlichkeit der Biosphäre zu berücksichtigen und gleichzeitig dem Verlangen nach Gerechtigkeit in der Welt nachzukommen. Was aber ist Gerechtigkeit und worin könnte sie bestehen?

Das Thema "Gerechtigkeit" rückt den Zusammenhang von Gerechtigkeit und Ökologie auf globaler Ebene ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Dabei liegt der Fokus weniger auf Gerechtigkeit zwischen den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen (intergenerationelle G.) als auf Fragen der Gerechtigkeit innerhalb der gegenwärtigen Generationen (intragenerationelle G.). Wie müssen Reformprozesse gestalten werden, um die Beachtung ökologischer Grenzen des Planeten in einer für alle WeltbürgerInnen fairen Art und Weise zu gewährleisten?

Gleichheit wie auch der Anspruch auf Menschenwürde machen das Ideal von Gerechtigkeit aus, an denen sich auch Prinzipien ökologischer Gerechtigkeit messen lassen müssen. Von daher lassen sich zwei Prinzipien intragenerationeller ökologischer Gerechtigkeit unterscheiden:
a) Gerechtigkeit gemäß des Verteilungsprinzips: Bei der distributiven Dimension von ökologischer Gerechtigkeit geht es vornehmlich um den Zugang zu bzw. die Nutzungsmöglichkeiten von natürlichen Ressourcen und Senken. In der wissenschaftlichen und politischen Debatte zum internationalen Klimaschutz findet das prinzipiell gleiche Recht einer jeden WeltbürgerIn auf die Nutzung der Atmosphäre große Beachtung. Doch wie legitimiert sich dieses "pro Kopf"-Recht, und welche anderen Konzepte werden vorgebracht? Lässt sich dieses Prinzip der "equal entitlements" auch auf andere natürliche Ressourcen übertragen?
b) Gerechtigkeit in der Anerkennung von Rechten (Menschenrechtsprinzip): Die Menschenrechte schließen das Recht aller Menschen auf physische Integrität sowie die Erfüllung grundlegender Subsistenzbedürfnisse ein. Beide Rechte können durch Übernutzung natürlicher Ressourcen und Senken in erheblichem Maße beeinträchtigt, im Extremfall sogar vollkommen genommen werden. Welche Implikationen für die Nutzung natürlicher Ressourcen resultieren daher aus der Anerkennung der Menschenrechte? Können diese einen limitierenden Faktor für den globalen/regionalen Ressourcenverbrauch darstellen?

>>> Weiterführende Literatur

Kontakt:
Dr. Wolfgang Sachs
Tel.: +49 / 202 - 2492 - 177
Fax: +49 / 202 - 2492 - 108
E-Mail: wolfgang.sachs@wupperinst.org

 
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