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>>> Sustainable Governance; Globale Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik am Beginn des 21. Jahrhunderts >>> Sustainable Governance oder die (Rück-) Eroberung der Politik
>>> Umweltintegration und strategische Folgenabschätzung im Welthandelsregime – Beiträge zu einer Sustainable Global Governance?
>>> Responsible Corporate Governance
allgemeine Literatur zur Einführung
Deutscher Bundestag:
Schlussbericht der Enquete-Kommission "Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten".
BT-Drucksache 14/9200, Berlin: Deutscher Bundestag, 2002.
Der Bericht fasst in exemplarischer Weise den Stand der politischen Diskussion um zentrale Aspekte von Globalisierung zusammen. Er beruht u.a. auf einer Fülle von Gutachten und Stellungnahmen, die ihrerseits nicht unbedingt umfassend, aber doch gut ausgewählt, den Stand der wissenschaftlichen Debatte wiedergeben. Mit den Themenfeldern Finanz-, Waren- und Dienstleistungs- und Arbeitsmärkte, globale Wissensgesellschaft, Geschlechtergerechtigkeit, Ressourcen, Nachhaltige Entwicklung, Weltbevölkerung und Global Governance deckt er auf über 600 Seiten wesentliche Seiten von Globalisierung ab.
Kaul, Inge et al (eds):
Providing Global Public Goods – Manging Globalization.
New York: Oxford University Press, 2003.
Das Buch resümiert die Diskussion um "Global Public Goods", zeigt die Vielseitigkeit dieses Konzepts und probiert dessen Tragfähigkeit für eine Reihe von Politikfeldern aus.
Cavanagh, J., Mander, J. (eds):
Alternatives to Economic Globalization. A Report of the International Forum on Globalization.
San Francisco: Barrett-Koehler, 2002.
Das International Forum on Globalization (IFG) gibt hier eine Antwort auf die oft hämisch an die globalisierungskritische Bewegung gestellte Frage "Was ist die Alternative?". Welche Vision könnte eine demokratische Globalisierung anleiten, bei der Gerechtigkeit und Umwelt die leitenden Werte wären? Und welche institutionellen Umbauten sind angesagt, um einer de-globalisierten Weltordnung, einem Verantwortungsrahmen für Unternehmen, ressorcensparenden Wirtschaftspraktiken sowie einem fairen Handelsregime näherzukommen? Obwohl das Buch einen gewissen Baustellencharakter nicht verleugnen kann, ist es dennoch ein Vademecum für den intellektuell gesinnten Globalisierungskritiker.
WBGU:
Welt im Wandel. Neue Strukturen globaler Umweltpolitik.
Berlin: Springer, 2002.
Das Gutachten stellt ein gutes Beispiel für ein konkretes und weit reichendes Reformprogramm einer Environmental Global Governance dar. Neben Empfehlungen für institutionelle Reformen schlägt die Studie die verbesserte Integration der Wissenschaft in internationale politische Prozesse und eine Reform internationaler Finanz- und Entwicklungshilfeflüsse vor.
Malhotra, Kam:
Making Global Trade Work for People.
London: Earthscan, 2003.
Nichttechnischer, am Konzept der "menschlichen Entwicklung" orientierter, lehrbuchartiger Überblick zu den Konflikten, Institutionen und Verträge des Welthandels. Nimmt ausführlich Stärken und Schwächen der verschiedenen WTO-Abkommen unter die Lupe und skizziert kurzfristige und langfristige Reformperspektiven.
Le Monde diplomatique:
Atlas der Globalisierung. Die neuen Daten und Fakten zur Lage der Welt.
Berlin, 2007,
http://www.monde-diplomatique.de/pm/.atlas/atlas
Dieser neue Atlas macht auf knapp 200 Doppelseiten die ökonomische, mediale und technologische Globalisierung anschaulich.
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Sustainable Governance; Globale Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik am Beginn des 21. Jahrhunderts
>>> Welche Globalisierung ist zukunftsfähig?
>>> Die Rolle des Völkerrechts in einer Global Governance-Struktur
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Welche Globalisierung ist zukunftsfähig? Möglichkeiten und Grenzen internationaler Verträge und Regime
Beck, Ulrich (Hrsg.):
Politik der Globalisierung.
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998.
Das Phänomen der Globalisierung, der Bedeutungsverlust der Nationalstaaten und die Möglichkeiten demokratischer Steuerung in einem transnationalen Kontext bilden die Schwerpunktthemen dieses Buchs.
Dahl, Robert A.:
A Democratic Dilemma: System Effectiveness versus Citizen Participation
In: Political Science Quaterly 109: 1, (1994), S. 23- 34.
Stellt die Problematik des mit der Verlagerung von Kompetenzen auf die internationale Ebene einhergehenden Demokratiedefizits in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang und zeigt Gegenstrategien auf.
Deutscher Bundestag:
Schlussbericht der Enquete-Kommission "Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten".
BT-Drucksache 14/9200, Berlin: Deutscher Bundestag, 2002.
Guter Überblick über die Global Governance Diskussion mit eigenen Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen des Bundestages in Kapitel 10.
Keohane, R. / Levy, M. (eds.):
Institutions for Environmental Aid.
Cambridge, Massachusetts; London, England : The MIT Press, 1996.
Regimeforschung und –theorie, speziell auf den Umweltbereich bezogen. Verschiedene Autoren beschäftigen sich insbesondere mit der Effektivität verschiedener internationaler Umweltinstitutionen, wie GEF, Montreal Protocol Multilateral Fund u.a.
Reinicke Wolfgang H.:
Global Public Policy. Governing without Government?
Washington, DC: Brookings Institution Press, 1998.
Beleuchtet insbesondere die Rolle, die globale Politiknetzwerke bei der Gestaltung der Globalisierung spielen können.
Wettestad, Jorgen (ed.):
Designing Effective Environmental Regimes. The Key Conditions.
Cheltenham, UK; Northhampton, MA, USA: Edward Elgar Publishing Inc., 1999.
Die Strukturen, Auswirkungen und Funktionsweisen internationaler Umweltregime werden in diesem Buch näher beleuchtet, wobei die Bereiche Globaler Klimawandel, Ozonschicht, Saurer Regen und Meeresverschmutzung die Schwerpunkte bilden.
Zürn, Michael:
Regieren im Zeitalter der Denationalisierung.
(Referat-Manuskript zur öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Globalisierung der Wirtschaft" am 22.01.01). Berlin: Deutscher Bundestag, 2001.
Nach Michael Zürn findet Regieren zunehmend durch das Zusammenspiel verschiedener Entscheidungsebenen statt und läßt sich als Governance by, with and without government charakterisieren. Fragen nach der Möglichkeit von Ordnung und Recht in Abwesenheit eines globalen Gewaltmonopols, der Demokratieverwirklichung und der Erreichbarkeit von sozialer Wohlfahrt in der postnationalen Konstellation werden aufgeworfen.
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Die Rolle des Völkerrechts in einer Global Governance-Struktur
Hobe, Stephan:
Die Zukunft des Völkerrechts im Zeitalter der Globalisierung.
In: Archiv des Völkerrechts 1999 S.253-282.
Hobe sieht mit dem Völkerrecht der Globalisierung eine neue Entwicklungstendenz des Völkerrechts anbrechen. Darin spielen neben dem Nationalstaat zunehmend andere Akteure, wie transnationale Konzerne und Nichtregierungsorganisationen eine wichtige Rolle. Ansatzweise soll sich das Völkerrecht sogar hin zu einer objektiven Rechtsordnung entwickeln.
Nettesheim, Martin:
Das kommunitäre Völkerrecht.
In: Juristenzeitung 2002 (57.Jahrgang), S. 569-577.
Nachdem das Völkerrecht bisher in erster Linie ein Koordinations- und Kooperationsrecht darstellte, sieht Nettesheim mit dem kommunitären Völkerrecht eine neue Entwicklungsstufe des Völkerrechts im Entstehen begriffen.
Tomuschat, Christian:
Die internationale Gemeinschaft.
In: Archiv des Völkerrechts 33 (1995), S. 1-20.
Es wird die Bedeutung der internationalen Gemeinschaft im Völkerrecht untersucht.
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Sustainable Governance oder die (Rück-) Eroberung der Politik
Hauchler, Ingomar; Messner, Dirk; Nuscheler, Franz:
Global Governance: Notwenigkeit – Bedingungen – Barrieren.
In: Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) (Hrsg.), Globale Trends 2002, Frankfurt: SEF, 2001, S. 11-37.
Insbesondere die beiden Autoren Dirk Messner und Franz Nuscheler haben in mannigfachen Texten den in der BDR dominanten Entwurf von Global Governance entwickelt. Über ihre Mitarbeit an der Enquête-Kommission haben sie auch prägend auf das dort vorgetragene Konzept von politischer Gestaltung von Globalisierung eingewirkt. Der Artikel in Globale Trends fasst den Stand ihrer Überlegungen am konsolidiertesten und dichtesten zusammen.
Kaul, Inge et al. (eds.):
Global Public Goods. International Cooperation in the 21st Century.
New York: Oxford University Press, 1999.
Seit dem Frühjahr 2003 liegt ein jüngerer Band, von Inge Kaul federführend mitgestaltetet, zu dem Themenkomplex Globale Öffentliche Güter vor. Der Band von 1999 indes darf wohl als derjenige gelten, der das Thema in gleichsam offiziöser Art und Weise und umfassend begründet auf die internationale Tagesordnung gesetzt hat und damit ungewöhnlich einflussreich war.
Brand, Ulrich; Brunnengräber, Achim; Schrader, Lutz:
Global Governance. Alternative zur neoliberalen Globalisierung.
Münster: Westfälisches Dampfboot, 2000.
Der Band ist das Ergebnis einer theoretisch ausgewiesenen Auseinandersetzung mit dem Konzept von Global Governance, wie es über den oben genannten Literaturhinweis bzw. die vorangegangenen, institutionell vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) getragenen Arbeiten entwickelt wurde. Brand u.a. stellen dem eine Kritik und einen Entwurf von Politik gegenüber, der auf Ansätzen der Regulationstheorie und jüngeren, unter dem Begriff Neo-Gramscianismus rubrizierten Rezeptionen des Gedankengebäudes von Gramsci aufbaut.
Holland-Cunz, Barbara:
Feministische Demokratietheorie. Thesen zu einem Projekt.
Opladen: Leske + Budrich, 1998.
In diesem Band legt die Autorin in großer Gründlichkeit die Grundzüge feministischer sozialwissenschaftlicher Theorieentwicklung dar. Aus dieser Perspektive setzt sie sich mit demokratietheoretischen Ansätzen von Global Governance auseinander und skizziert ihrerseits eine Herangehensweise an die politische Gestaltung von Globalisierung, welche die in die feministische Theoriebildung aufgenommenen emanzipatorischen Ansprüche und Entwürfe der internationalen Frauenbewegungen widerspiegelt.
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Umweltintegration und strategische Folgenabschätzung im Welthandelsregime – Beiträge zu einer Sustainable Global Governance?
>>> Folgenabschätzung
>>> Umwelt und WTO
>>> Multilaterale Umweltabkommen und WTO
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Folgenabschätzung
Moser, Susanne:
Impact Assessments and decision-making: How do we connect the two?
White paper prepared for the SLR impact assessmernt workshop in Charleston, SC, January 31 –February 3, 1999. Global Environmental Assessment Project, Environmental and natural Resources Program. Cambridge, MA: Harvard University, 1999.
Die Autorin hinterfragt die Rolle von Abschätzungen bei Entscheidungsfindungen. Sie arbeitet die Notwendigkeit der Neubewertung von Abschätzunsprozessen heraus und schlägt vor, daß bei einer richtigen Anwendung von Folgenabschätzungen diese als Brücke zwischen WissenschaftlerInnen und EntscheidungsträgerInnen dienen können.
George, Clive / Nafti, Rachid / Curann, Johanna:
Capacity building for trade impact assessment: lessons from the development of environmental impact assessment.
In: Impact Assessment and Project Appraisal 19 (2001), 4: S. 1-9.
Der Beitrag untersucht die Schwierigkeiten bei der Schaffung von Kapazitäten zur handelspolitischen Folgenabschätzung und mögliche Ansätze zu deren Überwindung besonders in sog. Entwicklungsländern. Dabei wird besonders auf die Einbindung des Folgenabschätzungsprozesses in die Mechanismen der Leitlinienerstellung und Entscheidungsfindung eingegangen. Es werden Erfahrungen aus dem Bereich der Umweltfolgenabschätzung kritisch dargestellt, um darauf aufbauend Möglichkeiten zu erörtern, wie diese in Initiativen zur Schaffung von Kapazitäten für handelspolitische Folgenabschätzungen eingebunden werden können.
Kirckpatrick, Collin / Lee, Norman / Morrissey, Oliver:
WTO New Round. Sustainable Impact Assessment Study.
Phase One Report. IDPM. University of Manchester, 1999.
http://europa.eu.int/com/trade/miti/envir/sia.htm
Die Autoren beschreiben eine Evaluationstechnik für die Förderung der Nachhaltigkeit in der nationalen und internationalen Politik. Der Beitrag basiert auf einer Untersuchung der derzeitigen Verhandlungsrunde der WTO, die im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt wurde.
Richardson, Sarah:
A "Critique" of the EC’s WTO Sustainability Impact Assessment Study and Recommendations for Phase III.
IDPM.University of Manchester, March 2000.
Richardson fasst Kommentare und Kritiken der Nachhaltigkeitsfolgenabschätzung zusammen, wie sie für die Bewertung von Aspekten der Nachhaltigkeit in den WTO-Verhandlungen entwickelt wurde. Die Kommentare sind nach vier Schlüsselkomponenten von Abschätzungsprozessen gegliedert: (i) Wirkungsbereich und Struktur, (ii) Zeitschema, (iii) Nachhaltigkeitsindikatoren, (iv) politische Maßnahmen.
Verheem, R.A.A./ Tonk, J.A.M.N.:
Strategic Environmental Assessment: One Concept Multiple Forms.
In: Impact Assessment and Project Appraisal 18 (2000), 3: 177-182.
Brown, A.L. / Thérivel, Riki:
Principles to guide the development of strategic environmental assessment methodology.
In: Impact Assessment and Project Appraisal 18 (2000), 3: 183-189.
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Umwelt und WTO
Althammer, Wilhelm u.a.:
Handelsliberalisierung kontra Umweltschutz? Ansätze für eine Stärkung umweltpolitischer Ziele.
Berlin: Analytica, 2001.
Neben einer gut lesbaren Überblicksdarstellung des Konfliktfeldes Handel und Umwelt gehen die Autoren v.a. auf die Vorschläge der Europäischen Union zu einer Reform der WTO ein.
Mayer, Claudia; Frein, Michael; Reichert, Tobias:
Globale Handelspolitik – Motor oder Bremse nachhaltiger Entwicklung? Eine Zwischenbilanz zehn Jahre nach Rio.
Bonn: Evangelischen Entwicklungsdienst, Forum Umwelt & Entwicklung, 2002.
http://www.rio-10.de/rioprozess/bilanzpapiere/bilanzpapier_handel.pdf
Diese Broschüre ist gut für einen allerersten Einstieg in die Thematik. Sie gibt eine sehr knappe, leicht verständliche Einführung in die grundsätzliche Problematik von Welthandel, Umweltschutz und Entwicklungszusammenarbeit und führt diese dann mit einer Kritik an der WTO aus.
Pfahl, Stefanie:
Internationaler Handel und Umweltschutz. Zielkonflikte und Ansatzpunkte des Interessenausgleichs.
Berlin: Springer Verlag, 2000.
Überblick über die Zusammenhänge von Umwelt und Handelsfragen mit einem Schwerpunkt auf der WTO sowie der Europäischen Union.
Reiterer, Michael:
GATT/WTO. Internationaler Handel und Umwelt. Bilanz der GATT-Arbeitsgruppe über "Environmental Measures and International Trade" (EMIT) sowie der Uruguay-Runde.
In: Außenwirtschaft, 49 (1994), 4, S. 477-494.
Der Autor stellt die Arbeit der EMIT entlang des 4-Punkte-Arbeitsprogrammes dar ausführlich dar. Die Zusammenfassung endet mit der Umformung der EMIT in die CTE 1994.
Esty, Daniel C.:
Greening the GATT. Trade, Environment, and the Future.
Washington D.C.: DC: Institute for International Economics, 1994.
Estys Werk bot den ersten systematischen Überblick zum Thema Handel und Umwelt. Es gilt auch heute noch als eines der zentralen Bücher zum Thema.
Könz, Peider et al (eds.):
Trade, Environment and Sustainable Development. Views from Sub-Saharan Africa and Latin America. A Reader.
Genf: International Centre for Trade & Sustainable Development & UNU/IAS, 2000, S. 375-403.
Neben einer systematischen Annäherung an die WTO beinhaltet dieser Sammelband Aufsätze zum Verhältnis der Zivilgesellschaft zur WTO, zu den internationalen Umweltabkommen und der WTO, sowie zu regionalen (Lateinamerika, Afrika) und sektorellen Themen (Forst- und Agrarprodukten, Fisch). Die Besonderheit dieses Bandes: sämtliche Artikel sind von Autoren aus Südländern geschrieben.
Nordström, Hakan; Vaughan, Scott:
Trade and Environment. WTO Special Studies No. 4.
Genf : WTO, 1999.
Die von der WTO herausgegebene Studie gibt einen systematischen Überblick über globale Umweltprobleme und die Zusammenhänge von Handel und Umwelt. Ein Schwerpunkt liegt auch auf dem Spannungsfeld Wachstum – Umwelt sowie der Diskussion von Umweltthemen im GATT/WTO-Regime. Im Anhang finden sich diesbezüglich einige zentrale Dokumente der WTO.
Senti, Richard:
The Present Legal Basis of the World Trade System.
In: Wohlmeyer, Heinrich und Theodor Quendler (Hrsg.), The World Trade Organisation, Agriculture and Sustainable Development, Sheffield: Green Leaf Publishing, 2002.
Eine gute allgemeine, nicht umweltspezifische Einführung in das institutionelle Gefüge der WTO, ihrer verschiedenen Abkommen und der wichtigsten handelspolitischen Themen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung.
United Nations Environment Programme, International Institute for Sustainable Development:
Environment and Trade - A Handbook.
Winnipeg,Canada: IISD, 2000.
Umfassender Überblick über die Zusammenhänge von Umwelt und Handel. Die Autoren gehen auf ökonomische, rechtlich, institutionelle und physische Aspekte ein, ein weiterer Schwerpunkt wird auf die WTO gelegt. Zusätzlich widmet sich ein Kapitel regionalen Freihandelsabkommen.
Arrow, Kenneth, u.a.:
Economic Growth, Carrying Capacity, and the Environment.
In: Ecolocigal Economics 15 (1995), 91-95.
Kritische Bewertung der Environmental Kuznet’s Curve.
Moltke, Konrad von:
After Doha.
IISD Commentary, Januar 2002,
http://www.iisd.org/pdf/2002/trade_qatar_viewpoint5.pdf.
Der Autor kommentiert und kritisiert das Mandat, das die WTO-Ministerkonferenz in Doha 2001 der WTO für die Verhandlungen zu Umweltthemen gegeben hat.
Spangenberg, Joachim H.:
The Environmental Kuznet’s Curve – a methodological artefact?
In: Population and Environment 23 (2001), 2, S. 175-191.
Kritische Bewertung der Environmental Kuznet’s Curve.)y)
Tarasofsky, Richard G.:
The WTO Committee on Trade and Environment. Is it making a difference?
In: von Bogdandy, Armin, Wolfrum, Rüdiger (eds), Max Planck Yearbook of United Nations law, vol. 3. London: Kluwer Law International, 1999, S. 471- 488.
Zusammenfassung der Diskussionen innerhalb der CTE von 1994 bis 1998. Der Autor geht auf die einzelnen Themenscherpunkte teilweise sehr detailliert ein; zum Schluss folgt eine grundlegende Bewertung der bisherigen Arbeit der CTE.
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Multilaterale Umweltabkommen und WTO
Biermann, Frank:
Internationale Umweltverträge im Welthandelsrecht.
WZB Discussion Paper FS II 99-403. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin, 1999.
Biermann klassifiziert multilaterale Umweltabkommen gemäß ihres völkerrechtlichen Status in zwei Gruppen, diskutiert ihre möglichen Konflikte mit der WTO, bietet verschiedene Lösungsmöglichkeiten und diskutiert ihre politischen Realisierungschancen.
Moltke, Konrad von:
Whither MEAs? The Role of International Environmental Management in the Trade and Environment Agenda.
Winnipeg, Canada: IISD, 2001.
Analyse des Verhältnisses zwischen der WTO und Multilateralen Umweltabkommen.
Neumayer, Eric:
Trade Measures in Multilateral Environmental Agreements and WTO Rules: Potential for Conflict, Scope for Reconciliation.
In: Aussenwirtschaft, 55 (2000), 3, S. 403-426.
Yu, Vice:
Discussion Paper on the World Trade Organization and Multilateral Environmental Agreements.
unveröffentlichtes Diskussionspapier, Genf, März 2002.
http://www.wtowatch.org/library/admin/uploadedfiles/Discussion_Paper_on_the_World_Trade_Organizati.htm
Beide Papiere, Neumayer und Yu, geben eine gute Analyse potentieller Konflikte einzelner, zentraler multilateraler Umweltabkommen mit WTO-Recht und stellen die unterschiedliche politische und juristische Wahrscheinlichkeit von Konflikten der jeweiligen Abkommen dar.
Wofford, Carrie:
A greener future at the WTO. The refinement of WTO jurisprudence on environmental exceptions to GATT; in: Harvard Environmental Law Review, 24 (2000), 2, S. 563-592.
Anhand einer Analyse der Fälle der jüngeren Zeit bewertet die Autorin den Streitschlichtungsmechanismus von GATT/WTO. Dabei stellt sie eine Weiterentwicklung seit der Gründung der WTO fest.
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Responsible Corporate Governance
>>> Verantwortlichkeit und NGOs
>>> Finanzmärkte und Nachhaltigkeit
>>> Soziale Verantwortung von Unternehmen
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Verantwortlichkeit und NGOs
Cavanagh, J. and Mander, J. (eds):
Alternatives to Economic Globalisation A Better World is Possible. A Report of the International Forum on Globalisation.
San Fransico: Berrett-Koehler Publishers, 2002.
Mitglieder des International Forum on Globalisation (IFG) stellen hier dem beobachtbaren Prozess ökonomischer Globalisierung alternative Modelle zur verantwortlicheren Gestaltung der Globalisierung auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien gegenüber. Insbesondere das Kapitel zu "Corporate Structure and Power" bietet einen guten Überblick über mögliche Handlungsansätze zur Kontrolle von Unternehmen in Hinblick auf organisationale Strukturelemente wie Größe, Eigentumsverhältnisse und Verantwortlichkeit. Die vorgeschlagenen infrastrukturellen Veränderungen zielen zuvörderst auf infrastrukturelle Umstellungen von Institutionen der Makroebene ab, die sich in der Folge auf Unternehmen auswirken würden.
Friends of the Earth International:
Towards Binding Corporate Accountability - FoEI position paper for the WSSD 2002.
Available online at
http://www.foei.org/corporates/towards.html
Das Positionspapier von Friends of the Earth (FOE, für Deutschland BUND) für den World Summit on Sustainable Development (WSSD) stellt ein Rahmenprogramm für die Gestaltung einer bindenden Gesetzesgrundlage für die soziale Verantwortung von Unternehmen vor, welches weit über deren freiwillige Initiativen hinausgeht. Dieser Band ist ein Muss für jedeN, die/der sich einen Einblick in die Positionen des internationalen Umweltschutzverbandes zum Thema Unternehmensverantwortung verschaffen möchte.
Friends of the Earth (FOE):
Failing the Challenge – The Other Shell Report 2002, 2003. Available online at
http://www.foei.org/publications/corporates/shell_failing_the_challenge.pdf
In diesem Report werden die Aktivitäten des multinationalen Konzerns Shell kritisch aus Sicht des FOE kommentiert .Dabei wird das Argument verfolgt, dass lokale Gemeinschaften das Recht haben müssen, Konzerne für die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf Menschen und Umwelt zur Rechenschaft zu ziehen. Anhand von sieben Fallbeispielen, bei denen lokale NGOs aktiv waren, wird die Problematik sozialer und ökologischer Verantworung von Konzernen beleuchtet.
Greenpeace International:
Corporate Crimes - The need for an international instrument on corporate accountability and liability, 2002. Available online at
http://www.greenpeace.it/inquinamento/corporatecrimes.pdf
International Federation of Free Trade Unions (ICFTU):
A Trade Union Guide to Globalisation.
Brussels: ICFTU, 2002.
Das an GewerkschafterInnen gerichtete Handbuch gibt einen weiten Überblick über neue Ansätze im Themenfeld sozialer Unternehmensverantwortung, der internationale Abkommen ebenso wie Großinvestitionen einbezieht. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Gewerkschaften hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit in internationalen Wirtschaftsbeziehungen wirkungsvoll zusammenarbeiten können.
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Finanzmärkte und Nachhaltigkeit
Forum for the Future:
Sustainability Pays, 2002. Available online at
http://www.cis.co.uk/socacc2002/pdf/cissri.pdf
Überblick über Möglichkeiten sozial verantwortlicher Investitionen (SRI), bei dem vor allem auf ethische Investitionen, positives Screening und AktionärInnenbeteiligung abgehoben wird. Es wird die geschäftliche Relevanz von SRI für Unternehmen diskutiert sowie Fallbeispiele aus Großbritannien vorgestellt und hinsichtlich der erzielten Effekte auf unternehmerische Tätigkeiten analysiert.
Jeucken, M.:
Sustainable Finance and Banking – the Financial Sector and the Future of the Planet.
London: Earthscan, 2001.
Ein wertvolles Buch zum Beitrag. den der Banksektors in Bezug auf nachhaltige Entwicklung leisten könnte. Es werden ein Überblick über verschiedene Nachhaltigkeitsinitiativen in den Finanzmärkte gegeben, deren geschäftliche Relevanz diskutiert, sowie "Best Case"-Anwendungen gelistet.
UNEP (ed):
Industry as a partner for Sustainable Development: Finance and Insurance - UNEP’s Finance Industry Initiatives.
Paris: UNEP, 2002.
Hier werden verschiedene Antworten auf die Frage diskutiert, wie internationale Finanzinstitutionen, internationale Kapitalmärkte und nationale wie regionale Komponenten der Weltfinanzarchitektur motiviert werden können, nach gangbaren Nachhaltigkeitsansätzen zu suchen. Einzelne Kapitel sind dabei verschiedenen Aktivitäten der Sektoren Vermögensmanagement, Versicherung und Kreditvergabe gewidmet.
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Soziale Verantwortung von Unternehmen
OECD (ed):
Corporate Social Responsibility – Partners for Progress.
Paris: OECD Publications, 2001.
Der Bericht des Runden Tisches "Partners for Progress – Towards a New Approach to Corporate Social Responsibility", welcher vom OECD-Leed-Programm gemeinsam mit dem Philip Morris Institute organisiert wurde, bietet einen guten Überblick über die Debatte zur sozialen Unternehmensverantwortung. Dabei wird sowohl auf regionale Perspektiven, geschäftliche Relevanz für kleine bis mittlere Unternehmen, mögliche Partnerschaften als auch die Beteiligung des Finanzsektors Bezug genommen.
Starkey, R. and Welford, R. (eds.):
The Earthscan Reader in Business and Sustainable Development.
London: Earthscan, 2001.
Der Band versammelt Grundlagentexte der Diskussion um die Rolle von Unternehmen bei der Entwicklung von Nachhaltigkeit. Es sind neben Stuart L. Harts Artikel "Beyond Greening"auch Beiträge von Autoren wie Ernst Ulrich von Weizsäcker, Forest Reinhardt, Amory Lovins und L. Hunter Lovins aufgeführt. In Beiträgen von Nick Robins und Sarah Roberts stellt der Band auch neuere Ansätze vor, die sich dem Themenkomplex nachhaltigen Konsums und dessen Implikationen für Unternehmen widmen.
Swift, T.; Zadek, S.:
Corporate Responsibility and the Competitive Advantage of Nations.
Copenhagen: Copenhagen Centre and Accountability, 2002.
Die Autoren beschreiben die Entwicklung der sozialen Verantwortung von Unternehmen (CSR) als eine Reaktion auf die Unausgewogenheiten, die sich aus der Beschleunigung der Globalisierung ergeben. Sie führen verschiedene Elemente der CSR auf und beleuchten die politischen Herausforderungen, Generationen von CSR und deren Implikationen für die nationale Wettbewerbsfähigkeit.
Turnbull, S.:
A New Way to Govern – Organisations and society after Enron.
London: New Economics Foundation, 2002. Available online at
http://www.cabinet-office.gov.uk/risk/Corporate_Governance_Folder/turnbul.pdf
Turnbull stellt die These auf, dass die gegenwärtige Krise der sozialen Unternehmensverantwortung eine weiterreichende Krise der Corporate Governance anzeigt. Er beurteilt Netzwerk-Governance als eine Möglichkeit, Entscheidungsprozesse zu dezentralisieren und TeilhaberInnen in Prozesse der Selbstregulierung einzubeziehen. Auf diese Weise könnte der Globalisierungsprozess menschlicher gestaltet und die Verantwortlichkeit von Organisationen jeglicher Art gestärkt werden.
Utting, P.:
Business Responsibility for Sustainable Development.
Geneva Occasional Paper No. 2. Genf: United Nations Research Institute for Social Development (UNRISD), 2000.
Der Beitrag stellt deutlich die zwei Seiten der sozialen Verantwortung von Unternehmen dar, indem er den gegenwärtigen Stand der Entwicklungen aufzeigt. Utting diskutiert die Schwächen anhand des gesellschaftlichen Wandels, der vom Norden geprägten unternehmerischen Handlungscodes und dem hohen Stellenwert, den Public Relations bei der Unternehmensführung einnehmen. Demgegenüber verweist Utting auf die Dringlichkeit signifikanter Änderungen der Tätigkeiten von Unternehmen in Hinblick auf deren soziale und ökologische Auswirkungen. Zum Schluß werden Vorschläge für die Verbesserung der Effektivität freiwilliger Initiativen und Partnerschaften gemacht.
Waddock, S.; Bodwell, C.:
From TQM to TRM. Total Responsibility Management Approaches.
In: Journal of Corporate Citizenship 7 (2002), 3, S. 113-126.
Die Autoren stellen einen Ansatz des Total Responsibility Management (TRM) für Unternehmen vor, um den steigenden Anforderungen und Komplexität im Unternehmensumfeld gerecht zu werden. Es werden drei Hauptelemente des TRM identifiziert: (1) Inspirations- oder Visionierungsrahmen und Führungssysteme, (2) strategische Integration von Verantwortungsmanagement und (3) Innovation und Verbesserung unter Einbeziehung von Folgenabschätzung, Maßnahmen und Lernsystemen. Obwohl die Autoren keinen konkreten Entwurf liefern, ist die Systematisierung als Stärke diese Beitrags zu bewerten.
Warhust, A.:
Corporate Citizenship and Corporate Social Investment – Drivers of Tri-Sector Partnerships.
In: Journal of Corporate Citizenship. 1 (2001), 1, S. 39-55.
Warhurst beleuchtet die gegenwärtigen Geschäftspraktiken unter dem Gesichtspunkt der globalen und der spezifischen Anforderungen an Tri-Sektor-Partnerschaften zwischen der Öl-, Gas und Bergbauindustrie. Es wird ein wertvoller Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen Trends im Bereich von Partnerschaften geliefert, welche als Instrument zum Management ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten dienen kann. Es wird der Schluß gezogen, dass Umsetzungsindikatoren und Tri-Sektor-Partnerschaftsmodelle erstellt werden müssen, um die Zielsetzungen der Nachhaltigkeit zu erreichen.
World Business Council for Sustainable Development (WBCSD):
Corporate Social Responsibility: Making Good Business Sense.
Geneva: WBCSD, 2000.
Der Report des WBCSD reflektiert die Ergebnisse eines zweijährigen Programms, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein besseres Verständnis dessen zu ermöglichen, was soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) bedeutet und welche Good Practices auszumachen sind. Im Schlussteil des Reports werden ein Fahrplan für Unternehmen zur Implementierung von CSR angeboten sowie einige Indikatoren für ihre Ausführung vorgeschlagen.
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