Peter Kowald
Unsere Website und Veröffentlichungen sind mit einer Zeichnung illustriert, welche in einem Ausschnitt die Welt in ihrer Vielgesichtigkeit, Vielfarbigkeit und Vielstimmigkeit zeigt. Wir verdanken das Bild Peter Kowald.
Kowald war einer der bekanntesten Repräsentanten des Freien Improvisierten Jazz in Europa. Er war Wuppertaler und gleichzeitig Weltbürger. Wenn er nicht mit seinem Kontrabass auf dem Fahrradanhänger in den Strassen von Wuppertal zu sehen war, dann spielte er mit seinen ungezählten Musikerfreunden zwischen Köln und New York, Tokio und Thessaloniki und trat auf Festivals von Sibirien bis West Afrika, von Australien bis Kanada auf. Im September 2002 verstarb er unerwartet nach einem Konzert in New York.
Auf seinen Reisen, vermittels Ausstellungen und in Musikproduktionen, feierte Peter Kowald den Vielklang der Welt. "Global Village" war bezeichnenderweise der Name seiner Formation. In ihr fanden sich Musiker in wechselnder Besetzung zusammen, die mit ihrer eigenen musikalischen Tradition eng verbunden waren und den besonderen Klang, die Melodien und die Rhythmen ihres eigenen lokalen Erbes in die freie improvisierte Musik einbrachten. Zu einem irritierenden, gelebten Kunststück entschloss sich Kowald aus Anlass seines 50. Geburtstag. Er verordnete sich Mobilitätsentzug und blieb, Stillstand ausprobierend, "365 Tage am Ort". Nun kamen umgekehrt, jeden Samstag, Musiker, Künstler, Neugierige zu ihm und seinem "Ort", einer Stätte der freien Improvisation und der Begegnung verschiedener Kunstgenres. Für ein Jahr wandelte sich so sein Heimatort vom Ausgangspunkt zum Ankunftspunkt für die Welt.
Die Zeichnung wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Johanna Lenz zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen über Peter Kowald sind zu erhalten über
Peter Kowald Gesellschaft/ort e.V.
Luisenstraße 116
42103 Wuppertal
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