Thema "leapfrogging & alternativen"
Leitfrage: Wie sind gerechtere Lebensumstände ohne explosiven Ressourcenverbrauch möglich?
Der Begriff "Leapfrogging" beschreibt die sprunghafte Veränderung einer Gesellschaft oder eines Unternehmens hin zu einem höheren Entwicklungsstand, ohne dass die in anderen Fällen zu beobachtenden Zwischenstufen durchlaufen werden. Damit wird die Vorstellung verbunden, dass volkswirtschaftliche Ressourcen für nicht-nachhaltige fossile Technologien gespart werden können und somit das Land diese Investitionen direkt in eine nachhaltige Zukunft investieren kann, anstatt sie in bald überholten Infrastrukturen zu binden. Ökologisches Leapfrogging ist somit als Gegenmodell zur Nachholenden Entwicklung im klassischen Sinne zu verstehen, nämlich als den Übergang eines Entwicklungslandes direkt in den Status der Nachhaltigkeit, ohne dass auf dem Weg zu mehr Wohlstand die ressourcen-verschwendende Wirtschaftsweise der Industrieländer durchlaufen wird.
Das Thema "Leapfrogging" widmet sich zum einen mit der Frage, wie Schwellenländer unterstützt werden können, beim Aufbau von neuen Infrastrukturen aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen und diesen möglichst in Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung zu bringen. Zum anderen stellt es die Frage, wie Transfer-Strukturen gestaltet sein müssten, damit auch ein Transfer von Schwellen- in Industrieländer ermöglicht werden kann, der in der jetzigen Institutionalisierung von Entwicklungszusammenarbeit nicht vorgesehen ist. Vorrangig wird versucht, Wege zu stofflich und energetisch ressourcen-sparenden Infrastrukturen in den Sektoren Energie, Wasser und Verkehr zu beschreiben. Drei Themen erscheinen dabei besonders interessant:
1. Der Status quo der bereits existierenden Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Wasser und Verkehr
2. Die Infrastrukturpolitik aus der Sicht des jeweiligen Landes (intern) sowie ihre Einschätzung durch unabhängige, internationale Gruppen (extern)
3. Eine Analyse der internen und externen Einflüsse auf die Infrastrukturpolitik.
Kontakt:
Holger Dalkmann
Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik"
Tel.: +49 / 202 - 2492 - 133
Fax: +49 / 202 - 2492 - 263
E-Mail: holger.dalkmann@wupperinst.org
|
|
|