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Seit Ende der 90er Jahre konzentriert sich die weltweite Debatte über die Epochenfrage "Welche Globalisierung ist zukunftsfähig?" vor allem auf den Welthandel und seine Gestaltung. Handel wird auf neue Wirtschaftssektoren ausgedehnt und wirkt verstärkt in den politischen Gestaltungsraum hinein. Das derzeitige Handelsregime als Ordnungsrahmen für die transnationale Ökonomie gewährleistet jedoch weder eine ökologische noch faire Ausrichtung der globalen Handelsstrukturen.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Promotionskolleg sieben Forschungsarbeiten durchgeführt, die eine Reform des Welthandelsregimes im Sinne von Ökologie und Gerechtigkeit im Auge haben:
- Bridging Knowledge Systems - challenges for integrating small farmers into value chains
- Geistiges Eigentum als Hindernis eines fairen Welthandels
- Ökologische Indikatoren des internationalen Handels
- Privatisierung der Weltpolitik: Chancen und Grenzen von Typ 2-Partnerschaften im Wassersektor - Analyse der EU-Initiative "Water for Life"
- Umwelt-Governance in globalen Wertschöpfungsketten - eine Netzwerk- und Stakeholder-Perspektive (Arbeitstitel)
- Institutioneller Wandel und Handel mit nachwachsenden Rohstoffen (Arbeitstitel)
- Die projektbezogene Umweltverträglichkeitsprüfung als Teil des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA)
Das Kolleg wurde am Wuppertal Institut zum 1. April 2005 unter der Leitung von Dr. Wolfgang Sachs eingerichtet. Es wird gefördert durch die Heinrich-Böll-Stiftung. Das Promotionskolleg ist Teil des Dissertationsprogramms des Wuppertal Instituts.
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