Die 30. Konferenz der Vertragsparteien des UN-Klimarahmenkonvention (COP30) fand vom 10. bis zum 22. November 2025 in Belém (Brasilien) statt.
Mitte November 2025 trafen sich die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in der brasilianischen Amazonas-Metropole Belém zur COP30. Die Wahl des Austragungsortes sollte dabei auch ein bedeutendes Thema in den Mittelpunkt der Verhandlungen rücken: Der Schutz der tropischen Regenwälder. Die brasilianische COP-Präsidentschaft hat im Vorfeld einen Vorschlag für einen Fonds zur Finanzierung des Waldschutzes unterbreitet, der auf der Konferenz diskutiert wurde.
Das Thema Klimafinanzierung insgesamt spielte auf der Konferenz eine bedeutende Rolle: Nachdem sich die Vertragsstaaten im Vorjahr auf das globale Finanzierungsziel geeinigt haben, ging es nun darum, einen Weg zu identifizieren, wie die Weltgemeinschaft bis 2030 die gigantische Summe von jährlich 1,3 Billionen US-Dollar mobilisieren kann. Neben der Finanzierung werden die Anpassung an den Klimawandel und die Verstärkung des Klimaschutzes eine zentrale Rolle einnehmen. Denn die von den Staaten vorgelegten Klimaziele sind bisher zu wenig ambitioniert und die Umsetzung erfolgt zu zaghaft, um die Einhaltung der Ziele des Übereinkommens von Paris sicherzustellen. Eine Steigerung der Ambition sowie die beschleunigte Umsetzung des Klimaschutzes ist daher dringend erforderlich.
Die Rahmenbedingungen hierfür könnten kaum schwieriger sein. Zehn Jahre nach Unterzeichnung des Übereinkommens von Paris haben die Vereinigten Staaten unter Donald Trump nicht nur einen Prozess zum Rückzug aus dem Abkommen initiiert. Sie nutzen auch ihre Position als global bedeutender Handelspartner, um Klimaschutz international zurückzudrängen. Darüber hinaus haben die bestehenden geopolitischen Spannungen viele Regierungen dazu veranlasst, den Schutz des Klimas in den Hintergrund zu rücken. Die Klimakonferenz in Belém musste somit unter Beweis stellen, dass der Prozess von Paris weiterhin am Leben ist und die Staatengemeinschaft an den vereinbarten Zielen festhält.
Das Wuppertal Institut hat den UN-Klimaprozess von Anfang an beobachtet und veröffentlicht nach der Konferenz immer eine Bilanz. Bei jeder Konferenz stellt das Institut seine Forschungsergebnisse bei Sideevents vor und diskutiert effektive Möglichkeiten zur Umsetzung des Pariser Abkommens.

Das Wuppertal Institut erstellt nach jeder UN-Klimakonferenz einen Analysebericht. Die Berichte, die seit 2001 veröffentlicht werden, stehen unten auf dieser Seite zum Download bereit.
Weitere Veröffentlichungen des Wuppertal Instituts zu aktuellen Fragen zum Thema stehen auf der Themenseite Internationale Klimapolitik zum Download bereit.
Nicht zuletzt die Zunahme der Wetterextreme und der mir ihnen verbundenen Schäden zeigen uns sehr deutlich, dass es höchste Zeit ist, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen. Die dafür notwendigen Technologien stehen uns zur Verfügung und sind, wie das Beispiel der Solarzellen zeigt, heute kostengünstiger denn je.
Hier finden Sie Veröffentlichungen zu den UN-Klimakonferenzen.
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